In den kommenden Tagen startet der Ost-West Trikster e.V. in Kooperation mit der Wolgograder Kinder- und Jugendrechtsorganisation Klub Unesco seinen zweiten Schulaustausch "Zeig mir, woran du glaubst!" Diesmal sind 15 Schüler/innen aus Hamburg, Kazan und Wolgograd beteiligt.
Zum wiederholten Mal unterstützt die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit ihrem Programm "Europeans for peace" und der Deutsch-Russische Jugendaustausch den Schüler/innenaustausch. Unser diesjähriges Thema ist der Menschenrechtsartikel 18 "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.“ Die Schüler/innen recherchieren was ihnen selbst und anderen aus ihrem Lebensumfeld heute wichtig ist, wenn es um Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit geht: Wie erleben sie das Nebeneinander unterschiedlicher Konfessionen? Fühlen sie sich frei, an das zu glauben, woran sie glauben wollen? Woran glauben sie? Sehen sie Grenzen freier Meinungsäußerung? Aus dem zusammengetragenen Material entwickeln die Schüler/innen Schlaglichter und Schwerpunkte, denen sie sich im darstellenden Spiel annähern und in Szene setzen ... Man darf gespannt sein! Uraufführung: voraussichtlich Sommer 2011 in Hamburg!
Demnächst mehr!
Ausstellungskonzeption
stalingrad/сталинград reflexe
Erinnerungspolitische Strategien junger Menschen in Russland und Deutschland
Das Konzept für eine Ausstellung ist das Ergebnis des Projekts „Geschichtswerkstatt II“. Es geht um die vielfältigen Formen und Möglichkeiten, wie sich junge Menschen mit der Erinnerung an die Schlacht von Stalingrad auseinandersetzen. In Reenactments, Theaterspiel, Protestaktionen, Computerspielen u.ä. werden etablierte Erinnerungsmuster um neue Perspektiven ergänzt oder sogar infrage gestellt.
Der Ausgangspunkt sind Interviews, die im Projektverlauf mit den Beteiligten geführt wurden. Ihre individuellen Aussagen, ihre Motive und Strategien im Umgang mit "Vergangenheit" bilden den Gegenstand der geplanten Ausstellung. Die Konzeption skizziert den Aufbau einer Ausstellung, die einen Ausschnitt gesellschaftlicher Meinungsbildung vermittelt.
Die Konzeption steht als PDF-Download (deutsch/russisch) zur Verfügung.
Wir sind an einem Meinungsaustausch interessiert und freuen uns über Rückmeldung (Kontakt).
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Fundstücke zum 9. Mai
Neuester Erinnerungsexportschlager aus Wolgograd, frisch importiert nach Hamburg. Für all jene, die auch in Deutschland auf den Sieg über den Faschismus anstoßen möchten. Erworben im Zentralen Kaufhaus der Stadt, dem neuerdings offiziell in Frage gestellten Originalschauplatz der Inhaftierung des Chefs der 6. Armee der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Siehe auch: http://www.inter-volgograd.ru/node/795
Ein 8. und ein 9. Mai
In diesem Jahr wiederholte sich der Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs nun zum 65. Mal. In Russland kann sich eigentlich niemand den Feierlichkeiten am "Tag des Sieges" (Den' pobedy) entziehen. Interessierte in Deutschland müssen sich hingegen schon gezielt auf die Suche machen, um Näheres über den "Tag der Befreiung" heraus zu finden. Auch 65 Jahre nach Kriegsende scheint die Gedenkkultur in Deutschland und Russland noch so verschieden zu sein.
Über die Ereignisse entwickelte sich innerhalb unserer Projektgruppe aus Wolgograd, Hamburg und Bremen ein spontaner Austausch, der nachzulesen ist in unserem Blog
Homepage in neuem Gewand
Ab sofort präsentiert sich der Ost-West Trikster e.V. in neuem und übersichtlicherem Design. Wir hoffen, dass es unseren Besuchern gefällt und zum Verweilen auf unseren Seiten einlädt.
Neben der fortschreitenden Übersetzung der Inhalte ins Russische sind zudem einige neue Inhalte dazugekommen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.
Der Film „stalingrad reloaded“
Im Verlauf des Projekts ist der dokumentarische Film "stalingrad_reloaded" von Rebekka Blume entstanden. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Wolgograder, die versuchen, Ereignisse der Stalingrader Schlacht zu rekonstruieren. Diese Kriegsinszenierungen werden von den Teilnehmenden gefilmt und u.a. zu Jahrestagen auch öffentlich aufgeführt. Aus Sicht der Initiatoren soll 'Geschichte' so erfahrbar gemacht und nachempfunden werden. Thematisiert werden in Rebekka Blumes Film Bedingungen der Erinnerungskultur im heutigen Wolgograd und Reaktionen darauf. Dabei verschafft der Film zugleich Einblicke in die Arbeit unserer Geschichtswerkstatt.
Einige Ausschnitte können auf diesen Seiten angeschaut werden.