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Deutsch-russische Geschichtswerkstatt II

«‚Mythos, Helden, Untergang‘ – Und was denken die Jungen über Stalingrad?» Der zweite Zyklus zum Erinnerungsort Stalingrad beginnt ab Januar 2009.

Wir wenden uns vom offiziellen Erinnerungsbetrieb ab und widmen uns den Entdeckungen, die wir während des ersten Stalingrad-Zyklus machen konnten. Die Open-Space Veranstaltung in Wolgograd im März 2008, auf der wir die Ergebnisse aus dem ersten Zyklus präsentierten, machte deutlich: Einerseits interessieren sich zwar junge Menschen für die Schlacht von Stalingrad; andererseits suchen sie nach neuen Methoden der Erinnerung und des Umgangs mit der Erinnerung, weil die alten Inhalte und Methoden die Geschichte erstarren lassen.

12 Monate lang werden wir Reflexe von jungen Erwachsenen im Alter von 18-30 Jahren auf die offizielle Erinnerungskultur zu Stalingrad in Russland und Deutschland in Form von Liedtexten (Musik), Graffiti, Inszenierungen zu Feiern des Endes der Schlacht von Stalingrad, selbst erstellten Filmaufnahmen oder Ausgrabungen von Kriegsgegenständen, Chats im Internet oder Computerspielen untersuchen. Weitere Formen sind denkbar.

Durch Interviews mit Vertretern und Vertreterinnen der von uns identifizierten Gruppen versuchen wir, Antworten drauf zu finden, was, wo, wie und weshalb erinnert wird. Wir möchten wissen, wie sich heute junge Russen und Deutsche die Geschichte der Schlacht von Stalingrad aneignen. Wie positionieren sie sich durch diese Aneignung gegenüber dem traditionellen Umgang mit dem Erinnerungsort Stalingrad einerseits und dem Ereignis andereseits?

Die Resultate dieser Recherche überarbeiten wir für ein Ausstellungskonzept.

Das Projekt wird wie das Vorgängerprojekt von der Stiftung «Erinnerung, Verantwortung und Zukunft» und der Bosch Stiftung im Rahmen des Programms «Geschichtswerkstatt Europa» unterstützt.

Für dieses Projekt suchen wir noch Interessenten, die ehrenamtlich mitarbeiten möchten!

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Deutsch-russische Geschichtswerkstatt I

„Stalingrad in europäischer Erinnerungsperspektive: Deutsche und russische Studierende erforschen Unterschiede und Überschneidungen im deutschen und russischen Gedenken an Stalingrad“ (Sept. 2006 - Mai 2008).

Die 14 russischen und deutschen Teilnehmer/innen unserer Geschichtswerkstatt konzentrierten sich auf zwei Ausstellungen über die Schlacht von Stalingrad in Wolgograd: die ständige Ausstellung im Staatlichen Panorama-Museum Wolgograd und eine Ausstellung in einem kleinen Museum des Zentralen Kaufhauses der Stadt. Die Ausstellungen wurden auf Konzepte, Botschaften und Funktionen sowie Auslassungen untersucht und kritisch befragt. Es fanden zwei Begegnungen in Wolgograd und eine in Berlin bzw. Dreileben bei Magdeburg statt.

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Deutsch-russischer Schulaustausch

«Was geht ab in deiner Welt? – Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Wolgograd über multikulturelle Vielfalt, Konflikte und Respekt». Das Projekt ist im April 2008 angelaufen.

Unsere Kooperationspartner

  • Ganztagesschule St. Pauli (Hamburg)
  • Nichtregierungsorganisation «Klub Unesco – die Würde des Kindes» (Wolgograd)
  • Schule Nr. 3 (Wolgograd)

Die 20 Schülerinnen und Schüler mit und ohne so genanntem Migrationshintergrund aus Hamburg und Wolgograd befassen sich mit der Frage, wie sie ihren Schulalltag in den multikulturellen Gesellschaften Deutschlands und Russlands erleben und wie sie mit Konflikten umgehen, die vermeintlich oder tatsächlich mit ihrer unterschiedlichen Herkunft zu tun haben.

Während der ersten Begegnung in Hamburg im Juli 2008 beantworteten sich die Jugendlichen gegenseitig die Frage „Woher kommst du?“ und ergründeten die Einflüsse, die ihre unterschiedliche Herkunft auf ihr aktuelles Leben und ihre Umgebung hat. In der Folge dieser Erzählungen und Überlegungen erstellen die Jugendlichen im Laufe des Projekts Lebensgeschichten, die als Buch gesammelt und veröffentlicht werden.

Das Projekt wurde von der Stadt Hamburg mit dem Hamburger Schulpreis 2008 ausgezeichnet.

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